Die Würde des Menschen ist abschlebbar

Neues Produkt

Einblicke in Geschichte, Bedingungen und Realitäten deutscher Abschiebehaft

Lina Droste, Sebastian Nitschke
ISBN 978-3-96042-102-3
Erscheinungsdatum: Juli 2021
Seiten: 228
Ausstattung: Broschur/softcover | 140*205 mm

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Die Würde des Menschen ist abschiebbar“ ist politischer Aktivismus und Wissenschaft. Erstmalig nimmt sich ein Band einer größeren sozialwissenschaftlichen Perspektive auf das Thema Abschiebhaft an.

Dieses Buch vereint politischen Bericht und Wissenschaft. Im Rahmen des politischen Aktivismus der Autor*innen gegen die Abschiebegefängnisse in Darmstadt und Büren entstanden Texte zu Haftbedingungen, Gerichtsakten, Isolationshaft sowie Erfahrungsberichte, Portraits und Gespräche mit Inhaftierten über ihre Ausschlusserfahrungen in Deutschland und ihren Herkunftsländern. Eingeleitet wird das Buch mit einer historischen Einordnung der Institution Abschiebehaft und dem aktuellen rechtlichen Rahmen. Somit dient es auch als eine Einführung in die Thematik Abschiebehaft. Es gibt Antworten auf die Fragen: Was ist und war Abschiebehaft? Wer ist davon betroffen? Wie verläuft der institutionelle Prozess der Abschiebehaft? Abschiebehaft ist nur als ein Teil der rassistischen politischen Ordnung zu sehen, durch die Menschen sozial ausgeschlossen werden. In der Analyse werden Theorien und Methoden der Kritischen Kriminologie, Kritischen Sozialen Arbeit, institutional ethnography, Rassismuskritik und des Postkolonialismus verwendet.

Herausgeber*innen und Autor*innen

Lina Droste ist seit 2018 aktiv im Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. und im Bündnis gegen Abschiebehaft. Sie hat Sozialwissenschaften/Psychologie (BA) und Erziehungswissenschaften (MA) an der Universität Bielefeld studiert. Ihr Text ist im Rahmen ihrer Masterarbeit entstanden. Die zu Grunde liegende Feldforschung wurde von August bis Dezember 2018 durchgeführt.

Sebastian Nitschke engagierte sich von 2017 bis 2020 bei „Community for all – Solidarische Gemeinschaft statt Abschiebegefängnisse“ in Darmstadt. Er hat Soziale Arbeit in Münster (BA) und Darmstadt (MA) studiert. Seine Texte sind im Rahmen dieses politischen Engagements und zunächst als Arbeiten für das Studium entstanden.

Autor*innen

Frank Gockel ist seit 1995 Mitglied im Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V. Er hat unter anderem die Flüchtlingshilfe Lippe e.V. in Detmold und den AK Asyl e.V. in Bielefeld mitgegründet. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Begleitung der Gerichtsverfahren bei Abschiebehäftlingen, an die er sich als Person des Vertrauens beteiligen lässt. Außerdem hält er regelmäßig Vorträge und Seminare zum Thema Abschiebehaft. Er hat das Vorwort zum Buch verfasst.

Oumar Mamabarkindo ist in Guinea in Hore Dhepol aufgewachsen. 2016 ist er nach Deutschland gekommen und hat hier einen Schulabschluss gemacht. Seit er in Deutschland lebt, ist er auf viele verschiedene Schwierigkeiten gestoßen. Er hat jedoch nie aufgegeben und immer weiter für ein gutes Leben gekämpft. Oumar Mamabarkindo hat am eigenen Leib erfahren, was Abschiebehaft bedeutet und möchte, dass das niemand anderes erfahren muss. Mit seinem Bericht will er dazu beitragen, dass Abschiebehaft abgeschafft wird und Menschen stattdessen mit Respekt behandelt werden.

Die Illustratorin

Paulina Stulin hat in Darmstadt und Krakau Kommunikationsdesign (Dipl.) studiert. Aus ihrer Hand stammen sowohl die Zeichnung für das Titelcover, als auch Portraitzeichnungen von Inhaftierten aus dem Abschiebegefängnis Darmstadt-Eberstadt, die zuvor in der Ausstellung „Break the Isolation – Portraits aus dem Abschiebegefängnis“ gezeigt wurden.

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